Ein Haushalt löst sich nicht an einem Vormittag auf
Eine Entrümpelung kann sofort beginnen, weil vorher entschieden ist, dass alles weg soll. Eine Haushaltsauflösung kann das nicht. Vorher muss jemand durch die Schränke gehen, und erst danach weiß der Wagen, was er laden darf.
Daraus folgen zwei Arbeitsgänge mit unterschiedlichem Tempo. Das Durchsehen dauert, so lange es dauert, und hängt an Menschen und nicht an Kubikmetern. Das Räumen selbst ist ein Termin mit festem Anfang, fester Besetzung und festem Fenster.
Deshalb sprechen wir beim Rundgang über zwei Daten statt über eins: über den Tag, an dem das Durchsehen fertig sein soll, und über den Tag, an dem der Schlüssel zurückgeht. Zwischen beiden liegt unser Termin, und je größer dieser Abstand ist, desto mehr Fenster stehen zur Wahl.
Der Tag, an dem der Schlüssel zurückgeht
Gesetzt wird dieser Tag von außen. Nach einer Kündigung nennt ihn der Vermieter, bei einem Platz im Heim beginnt die neue Miete fast immer an einem Monatsersten, und wo ein Nachmieter wartet, steht sein Mietbeginn schon in einem Vertrag, den niemand mehr verschiebt.
Fällt dieser Tag auf einen Montag, muss am Samstag oder Sonntag davor geräumt werden, und dann gilt das Wochenendfenster. Liegt er mitten in der Woche, reicht das Tagfenster mit dem günstigsten Betrag der Tafel. Wer den Betrieb in der eigenen Wohnung erst nach dem Feierabend sehen will, bucht das Randfenster.
Was das in Zahlen bedeutet, zeigt der Satz je Kubikmeter. Für Hausrat nennt das Tagfenster 36 €. Ein Zweizimmerhaushalt mit rund 25 m³ kommt damit auf 900 €. Derselbe Haushalt im Randfenster rechnet mit 40 € je Kubikmeter, also 1.000 €. Die Randfensterspalte liegt damit 100 € höher.
Das Fenster wird mit dem Termin gebucht und steht im Angebot. Verschiebt sich der Termin in ein anderes Fenster, gilt die Spalte, die dann zutrifft - wir sagen den neuen Betrag vor der Zusage.
Was bleibt, was geht, was wartet
Am Anfang des Termins stehen drei Stapel, und sie zu bilden ist die halbe Arbeit. Ohne diese Trennung fährt der Wagen zweimal, und beim zweiten Mal fehlt etwas.
Für das Durchsehen und Einpacken rechnen wir nach Kraft und Stunde. Der Einpackservice kostet im Tagfenster 25 € je Stunde. Eine Kraft, die vier Stunden packt, ergibt 100 €. Kommt eine zweite Kraft daneben und packt ebenfalls vier Stunden, ergibt das weitere 100 €. Zusammen stehen damit 200 € im Angebot.
Was behalten werden soll, aber noch kein Zuhause hat, geht in eine Lagerbox und wartet dort, bis die Entscheidung gefallen ist. Die Boxen hängen nicht am Arbeitsfenster: Eine Box kostet am Sonntag dasselbe wie am Mittwoch, weil niemand dafür arbeitet. Nur das Abholen und das späteren Zustellen ist Arbeit und steht als eigene Zeile im Angebot.
Die drei Stapel, die wir zuerst bilden
- Was mitkommt, wird gepackt und zum neuen Ort gefahren.
- Was behalten, aber noch nicht gebraucht wird, geht in eine Lagerbox.
- Was brauchbar erscheint, legen wir beiseite und zeigen es Ihnen vor dem Beladen.
- Was weg soll, wird geladen und noch am Termin abgefahren.
Die Küche, der Keller und die Garage
Drei Räume sprengen bei einer Haushaltsauflösung regelmäßig den Zeitplan, und alle drei stehen nicht in der Wohnung, von der zuerst gesprochen wird. Die Küche, weil in Schränken und Schubladen mehr steckt als es aussieht. Der Keller, weil dort über Jahre abgestellt wurde. Die Garage, weil sie der einzige Raum ohne Heizung ist und deshalb alles aufnimmt, was sonst nirgends hinpasst.
Beim Rundgang gehen wir diese drei zuerst an und nicht zuletzt. Erst wenn sie gesehen sind, lässt sich sagen, ob ein Termin reicht oder ob zwei besser sind, und erst dann ist die Angabe im Angebot belastbar.
Auch für die Besetzung macht das einen Unterschied. Ein Keller mit schmalem Gang braucht mehr Hände als Ladefläche, eine Garage genau umgekehrt. Beides steht als eigene Zeile im Angebot, damit Sie sehen, wofür welcher Teil des Betrags anfällt.