Die Lücke zwischen zwei Schlüsseln
Die saubere Variante eines Umzugs sieht so aus: Vormittags wird die alte Wohnung übergeben, nachmittags die neue aufgeschlossen. Diese Variante kommt in der Praxis selten vor. Häufiger liegt zwischen den beiden Terminen eine Lücke von einer Woche, von zwei Wochen oder von einem Monat, und in dieser Zeit muss der Haushalt untergebracht werden.
Die Lücke entsteht fast immer aus Fristen, die niemand verschieben kann. Der Mietvertrag endet zum Monatsletzten, die neue Wohnung wird erst zum Fünfzehnten frei, oder im neuen Haus wird noch der Boden verlegt. Wer stattdessen beide Wohnungen überlappend mietet, zahlt zwei Mieten, und genau diese Rechnung ist der Grund, warum es diese Seite gibt.
Die dritte Möglichkeit ist die unbequemste und die häufigste: Der Haushalt zieht zu Verwandten, und die Möbel stehen in der Garage. Das hält zwei Wochen, danach wird es jedem zu viel. Ein Lager für ein paar Wochen kostet weniger Nerven als ein Keller voller Kartons bei den Eltern.
Was zwei Wochen Lager wirklich kosten
Rechnen wir den häufigsten Fall durch, einen Zweizimmerhaushalt für zwei Wochen. Die Box mit 10 m³ kostet 14 € am Tag; auf 14 Tage sind das 196 €. Dazu kommen zwei Fahrten: ab 79 € je Fahrt für das Einlagern und derselbe Betrag für das Zustellen, zusammen 158 €. Die zwei Wochen liegen damit bei 354 €.
Halten Sie diese Summe gegen zwei Wochen doppelte Miete. Was Ihre beiden Wohnungen in einem halben Monat kosten, wissen nur Sie; der Lagerbetrag steht hier und ändert sich nicht. In Unterschleißheim und im Münchner Norden fällt dieser Vergleich fast immer zugunsten des Lagers aus.
Für längere Lücken rechnet sich die kleinere Box. Ein möbliertes Zimmer passt in die Box mit 5 m³ und kostet 8 € am Tag, auf 30 Tage 240 €. Ein Dreizimmerhaushalt braucht die Box mit 20 m³ zu 23 € am Tag, auf 30 Tage 690 €. Welche Größe reicht, sagen wir Ihnen nach dem Rundgang, und dabei lieber eine Nummer größer als zu knapp.
Der Umzug in zwei Etappen
Ein Lager wird selten für den ganzen Haushalt gebraucht. Üblicher ist die Teilung: Was in der Übergangszeit gebraucht wird, zieht mit, der Rest geht ins Lager und kommt später. Betten, Kleidung, Küchenkram und ein Tisch reisen mit; Wohnzimmerschrank, Bücher, Keller und Dachboden warten.
Diese Teilung spart doppelt. Die Box wird kleiner, und am Zieltag muss weniger in eine Wohnung getragen werden, die noch nicht fertig ist. Sagen Sie beim Rundgang, was mitkommt und was warten kann, dann wird genau so geladen: in zwei Stapeln und nicht in einem.
Wenn im neuen Haus noch gearbeitet wird, hilft das Lager noch an einer zweiten Stelle. Unterlagen, Ordner und Papiere, die während eines Umbaus trocken stehen müssen, lagern nach laufendem Meter Regal: 4,50 € im Monat je Meter, bei 6 Metern also 27 € im Monat. Zugänglich sind sie auf Abruf.
Was ins Lager kommt und was besser nicht
Möbel, Kartons, Teppiche, Geräte und Fahrräder sind unproblematisch, wenn sie trocken und sauber eingelagert werden. Ein Kühlschrank muss vorher abgetaut und ausgewischt sein, eine Waschmaschine leer gelaufen und ausgetrocknet, sonst riecht nach vier Wochen der ganze Stapel.
Matratzen stehen auf der Kante und liegen nicht unter Möbeln. Polstermöbel bekommen eine Decke und keine Folie, weil sich unter Folie Feuchtigkeit sammelt. Bilder und Spiegel stehen aufrecht, nie flach gestapelt.
Nicht ins Lager gehören
- Lebensmittel jeder Art, auch Konserven und Getränke.
- Pflanzen, weil sie im Dunkeln nicht überleben.
- Farben, Lacke, Spiritus und Gartenchemie.
- Bargeld, Schmuck und Papiere, die Sie selbst behalten sollten.
- Alles, was feucht eingepackt wurde, von der Gummimatte bis zum Vorhang.