Ein Haus räumt sich nicht nach Feierabend
Eine Wohnung hat eine Ebene und einen Keller. Ein Reihenhaus in Hollern oder eine Doppelhaushälfte in Riedmoos hat Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachboden, Keller, Garage und meistens noch ein Gartenhaus. Das sind sechs Orte, an denen etwas steht, und zwei davon fallen beim ersten Überlegen regelmäßig unter den Tisch.
Deshalb ist der Hausumzug die eine Leistung, bei der das Randfenster am Abend praktisch ausfällt. Es liegt Montag bis Freitag, 6 bis 8 und 17 bis 21 Uhr, und der Abendteil davon umfasst vier Stunden. Vier Stunden reichen für das Obergeschoss, nicht für ein ganzes Haus. Die ernsthafte Wahl lautet hier also: Werktag im Tagfenster oder Samstag im Wochenendfenster.
Wer ein Haus bezieht, hat außerdem oft einen Kaufvertrag statt eines Mietvertrags, und damit einen Übergabetermin, der nicht am Monatsletzten hängt. Das ist ein Vorteil: Übergaben mitten im Monat fallen in Tage, die noch frei sind, und mitten im Monat ist das Tagfenster meistens zu bekommen.
Samstag statt Urlaubstag: 226 € bei fünf Zimmern
Fünf Zimmer und mehr kosten im Tagfenster ab 1.049 €, im Randfenster ab 1.165 € und im Wochenendfenster ab 1.275 €. Vom Werktag zum Samstag sind das 226 €. Bei vier Zimmern stehen ab 839 € gegen ab 1.019 €, also 180 €.
Setzen Sie diese Summe gegen einen Urlaubstag, und bei einem Hausumzug sind es in der Praxis zwei: Wer den Werktag nimmt, braucht den Tag selbst und oft noch den Tag danach, weil abends weder Küche noch Kinderzimmer fertig sind. Wer den Samstag nimmt, hat den Sonntag als Puffer und muss dafür 226 € rechnen.
Das Randfenster bleibt in der Tafel stehen, weil es für Teilumzüge taugt. Bei fünf Zimmern liegt es 116 € über dem Tagfenster. Sinnvoll wird es, wenn der Dachboden an einem Abend vorab geräumt wird und am Haupttermin nur noch die Wohnebenen dran sind.
Keller, Dachboden und Gartenhaus: die drei Räume, die niemand mitzählt
In diesen drei Räumen steht, was seit dem letzten Umzug nicht mehr angefasst wurde. Beim Rundgang machen wir sie deshalb zuerst auf, nicht zuletzt: Sie entscheiden darüber, welche Zeile der Tafel gilt und ob ein zweiter Wagen mitfahren muss.
Vieles davon soll ohnehin nicht mitkommen. Entsorgung rechnen wir nach Aufwand ab, im Tagfenster 15 € je Stunde; für 3 Stunden sind das 45 €, und die Deponiegebühr wird durchgereicht. Günstiger wird es, wenn Sie in den Wochen vor dem Termin selbst sortieren, weil dann nur noch geladen und nicht erst entschieden wird.
Fahrräder, Rasenmäher und Gartengeräte fahren im selben Wagen mit, brauchen aber ihren Platz. Nennen Sie sie beim Rundgang, dann steht die Ladefläche dafür in der Planung und nicht in der Hoffnung.
Räume, die beim Rundgang mit aufgemacht werden
- Keller mit Regalen, Werkbank und Getränkekisten.
- Dachboden samt Koffern, Kinderkram und Weihnachtsschmuck.
- Garage mit Reifen, Werkzeug und Fahrrädern.
- Gartenhaus mit Geräten, Möbeln und Sonnenschirm.
- Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner und Trockenständer.
Die Reihenfolge am Zieltag entscheidet über den Abend
Geladen wird von unten nach oben, entladen in umgekehrter Reihenfolge der Wichtigkeit. Zuerst kommen die Betten ins Haus und werden aufgebaut, dann die Küche, dann die Wohnzimmermöbel, zuletzt Keller und Dachboden. Der Küchenblock steht als eigene Zeile mit ab 239 € im Tagfenster in der Tafel, am Wochenende mit ab 289 €, also 50 € darüber.
Für ein Haus rückt in der Regel der Siebeneinhalbtonner an. Nach Stunden gerechnet kostet er mit zwei Kräften im Tagfenster 72 € je Stunde, im Wochenendfenster 89 € je Stunde; bei einer Mindestzeit von 4 Stunden sind das am Samstag 356 €. Beim Festbetrag je Haushalt brauchen Sie diese Rechnung nicht, sie steht hier nur für Teilfahrten.
Was am ersten Abend nicht steht, steht am Wochenende darauf. Kisten mit Büchern, der Inhalt der Garage und die Bilder an der Wand haben noch nie jemanden am Einziehen gehindert. Fertig sein muss am Abend des Umzugstags nur, was zum Schlafen, Kochen und Waschen gebraucht wird.