Was im Büro weiterlaufen muss, während der Umzug läuft
Die erste Frage bei einem Büroumzug ist nicht, wie viele Kubikmeter zusammenkommen. Sie lautet: Was darf an diesem Tag nicht stillstehen. Bei den meisten Betrieben im Münchner Norden sind das drei Dinge, und zwar das Telefon, der Empfang und der Besprechungsraum, in dem der Termin steht, den man nicht verlegen kann.
Daraus ergibt sich die Reihenfolge, nicht aus dem Grundriss. Der Empfang bleibt besetzt, solange noch jemand kommen kann, und wird als letzter abgebaut. Die Anschlüsse für Telefon und Netz werden am Zielort geprüft, bevor der erste Schreibtisch dort steht. Und der Raum, in dem am nächsten Morgen die erste Besprechung ist, wird zuerst aufgebaut und nicht zuletzt.
Deshalb fragen wir beim Rundgang nicht nur nach Möbeln, sondern nach Terminen. Wer uns sagt, dass am Mittwoch um neun der Prüfer im Haus ist, bekommt einen Plan, in dem dieser Raum am Mittwoch um neun steht. Das kostet nichts extra, es ist nur eine andere Reihenfolge.
Der Arbeitsplatz ist die Zeile, das Fenster ist die Spalte
Ein Büro wird nach Arbeitsplätzen geplant, also rechnen wir auch so. Ein Arbeitsplatz ist Schreibtisch, Stuhl, Rollcontainer, Bildschirm und Rechner. Was darüber hinausgeht, steht einzeln im Angebot: Besprechungstisch, Küchenzeile, Lagerregal, Aktenbestand.
Den Betrag entscheidet aber nicht die Zahl der Plätze allein, sondern die Spalte. Für 6 bis 12 Arbeitsplätze nennt die Tafel im Tagfenster ab 949 €, im Randfenster ab 1.055 € und im Wochenendfenster ab 1.159 €. Dieselben Plätze, dieselben Kräfte, dieselbe Arbeit. Verschieden ist nur, wann gearbeitet wird.
Umgerechnet auf den einzelnen Platz ergibt diese Zeile im Tagfenster rund 79 Euro je Arbeitsplatz, wenn zwölf Plätze im Haus sind. Mit der Menge wird die Staffel günstiger, weil der Wagen einmal kommt und die Besetzung einmal anrückt. Bei einem sehr kleinen Büro ist der Platz rechnerisch teurer, und das steht offen in der Tafel.
Die Reihenfolge am Umzugstag
Ein Büroumzug außerhalb der Geschäftszeiten hat einen festen Ablauf, und der steht vor dem Termin und nicht am Termin.
Eine Etage mit nummerierten Plätzen und einem Plan am Zielort wird in einem Zug aufgebaut. Ohne Nummern wird jeder Tisch einzeln zugeordnet, und das kostet Zeit, die im Randfenster knapp ist.
Fünf Schritte, in dieser Folge:
- Vor dem Termin werden die Arbeitsplätze nummeriert, und zwar am Tisch und auf dem Plan des Zielorts.
- Am Nachmittag packen die Mitarbeiter ihren Rollcontainer selbst, wenn sie wollen; sonst übernimmt das der Einpackservice.
- Nach Feierabend werden Rechner und Bildschirme abgesteckt, die Kabel beschriftet und die Bildschirme in Hüllen verpackt.
- Dann gehen Schreibtische, Stühle und Container in der Reihenfolge der Nummern in den Wagen.
- Am Zielort steht jeder Platz nummeriert auf dem Plan, aufgebaut wird in der Folge, die Sie für den nächsten Morgen brauchen.
Stillstand gegen Fensterbetrag: die Rechnung, die Sie aufmachen
Der Abstand zwischen den Spalten ist überschaubar, und das ist die eigentliche Botschaft dieser Tafel. Für 6 bis 12 Arbeitsplätze liegen zwischen dem Tagfenster und dem Wochenendfenster 210 Euro. Was dagegensteht, ist ein halber Arbeitstag, an dem eine Abteilung nicht am Platz sitzt.
Was dieser halbe Tag in Ihrem Betrieb kostet, wissen Sie besser als wir, und wir setzen dafür keine Zahl ein. Wir nennen nur die Zahl, die auf unserer Seite steht: Das Wochenendfenster kostet bei dieser Größe 210 Euro mehr als das Tagfenster, und dafür sitzt am Montag um acht wieder jeder am eigenen Schreibtisch.
Für Betriebe, die ohnehin eine ruhige Woche haben, ist das Tagfenster der günstige Weg, und dann nehmen Sie den. Wir reden niemandem ein Fenster auf, das er nicht braucht.