Geräumt wird, während der Restbetrieb noch arbeitet
Eine Betriebsauflösung hat ein Datum, und bis zu diesem Datum wird gearbeitet. Das ist der Punkt, an dem die meisten Räumungen schiefgehen: Es wird von vorne nach hinten geräumt, und irgendwann sitzen die letzten drei Leute zwischen Kabelresten und haben keinen Drucker mehr.
Wir gehen deshalb von hinten nach vorne durch das Objekt. Zuerst raus geht, was heute schon nicht mehr gebraucht wird: das zweite Lager, die stillgelegte Fläche, die Möbel aus dem Raum, in dem niemand mehr sitzt. Zuletzt raus gehen Empfang, Büro, Archiv und Küche, also alles, was den Restbetrieb trägt.
Welche Fläche wann frei wird, legen wir beim Rundgang mit Ihnen fest, und das steht dann als Abschnittsfolge im Angebot. Jeder Abschnitt bekommt sein Fenster: Was mitten im Betrieb liegt, räumen wir im Randfenster oder am Wochenende, was abseits liegt, auch mitten am Dienstag.
Die Reihenfolge, nach der ein Objekt leer wird
Der Ablauf ist bei fast jedem Objekt derselbe, nur die Zeitabstände sind verschieden. Zwischen dem ersten und dem letzten Termin liegen bei kleineren Flächen ein paar Tage, bei einem Standort mit Lager und Werkstatt auch zwei bis drei Wochen.
Der Teil, der die meiste Zeit kostet, ist nicht der Transport. Es ist die Entscheidung darüber, was bleibt. Wir treffen sie nicht für Sie, aber wir machen sie leichter: Beim Rundgang bekommt jeder Raum eine Zahl in Kubikmetern, und daneben steht, was ein Kubikmeter in welchem Fenster kostet.
Die Abschnittsfolge, wie sie im Angebot steht:
- Rundgang durch alle Räume, Aufnahme der Kubikmeter und Festlegung, was mitkommt, was ins Lager geht und was weg kann.
- Räumen der Flächen, die der Restbetrieb nicht mehr braucht, meist am Tag und damit zum günstigsten Betrag.
- Transport dessen, was weiter gebraucht wird, an die neue Adresse oder ins Lager.
- Umpacken und Nummerieren des Aktenbestands, Trennung von Aufbewahrung und Vernichtung.
- Räumen von Büro, Empfang und Küche nach dem letzten Arbeitstag, meist nach Feierabend oder am Wochenende.
- Übergabe der leeren Fläche an Vermieter oder Verwaltung, mit gemeinsamem Gang durch alle Räume.
Wie der Betrag für eine Betriebsauflösung entsteht
Gerechnet wird je Kubikmeter, und die Spalte entscheidet über den Satz. Die Betriebsauflösung steht im Tagfenster mit 32 €, im Randfenster mit 36 € und im Wochenendfenster mit 39 € je Kubikmeter. Der Satz gilt ab 40 Kubikmeter, weil ab dieser Menge in einem Zug geräumt wird.
An einem Beispiel: 40 Kubikmeter im Tagfenster ergeben 1.280 Euro. Dieselben 40 Kubikmeter im Wochenendfenster ergeben 1.560 Euro, also 280 Euro mehr. Dafür steht am Montag keine halb geräumte Fläche im Weg.
Kleinere Mengen laufen über die Entrümpelung je Kubikmeter, die etwas höher liegt, weil ein Wagen für wenige Kubikmeter denselben Weg fährt. Im Tagfenster sind das 36 € je Kubikmeter. Deponiegebühren reichen wir durch, so wie der Entsorger sie abrechnet, und sie stehen getrennt auf der Rechnung.
Was verkauft oder verschenkt werden soll, nehmen wir aus der Räumung heraus und stellen es zur Seite. Das senkt die Kubikmeter, und damit senkt es den Betrag. Wir kaufen selbst nichts an und bewerten auch nichts; das ist nicht unsere Arbeit.
Akten, Unterlagen und was damit geschieht
Bei einer Betriebsauflösung gibt es immer zwei Stapel: Unterlagen, die aufbewahrt werden müssen, und Unterlagen, die weg können. Die Trennung treffen Sie, das Umsetzen übernehmen wir.
Was aufbewahrt wird, packen wir in Aktenkartons um und nummerieren es fortlaufend je laufender Meter Regal. Der Satz dafür steht im Tagfenster bei 14 € je laufender Meter. Am Ende gibt es eine Liste, auf der jede Nummer ihrem Regalabschnitt zugeordnet ist, und jeder Meter ist darauf wiederzufinden.
Was vernichtet werden soll, geben wir an einen Entsorger, der den Vernichtungsnachweis ausstellt. Der Satz liegt im Tagfenster bei 19 € je laufender Meter Regal, also 5 Euro über dem Umpacken. Den Nachweis bekommen Sie, nicht wir.
Wohin aufbewahrte Unterlagen gehen, entscheiden Sie. Soll der Bestand erst einmal nirgendwo hin, lagern wir ihn je laufender Meter Regal ein, trocken, verschlossen und auf Abruf zugänglich. Dieser Satz hängt nicht am Arbeitsfenster: Ein Regalmeter kostet am Sonntag so viel wie am Mittwoch.