Am Ende der Mietzeit zählt die leere Fläche
Ein Mietvertrag über eine Halle oder eine Bürofläche endet an einem Datum, und dieses Datum ist nicht verhandelbar, wenn die Kündigung einmal draußen ist. Bis dahin muss die Fläche frei sein, und zwar so frei, dass eine Begehung stattfinden kann.
Das klingt wie eine Wohnungsübergabe und ist in einem Punkt anders: Gewerbeflächen haben Einbauten. Regale, die am Boden verdübelt sind, Arbeitstische, Trennwände, Paletten mit Material, ein Archiv mit laufenden Metern Akten. Nichts davon geht in einem Durchgang heraus, und alles davon muss weg, bevor jemand von der Verwaltung mit einem Protokoll in der Hand durch die Halle geht.
Deshalb planen wir eine Rückgabe rückwärts und in Abschnitten. Zuerst das, was im Weg steht, dann die Fläche in der Mitte, zuletzt das, was bis zum Schluss gebraucht wird. Welcher Abschnitt in welches Fenster fällt, entscheiden Sie, und die Tafel sagt, was das jeweils bedeutet.
Welches Fenster eine Rückgabe trägt
Für Betriebsauflösungen gilt ein eigener Kubikmetersatz, und er ist niedriger als der für Hausrat, weil in einem Zug geräumt wird. Die erste Spalte nennt 32 €, die zweite 36 €, die dritte 39 €. Die Zeile greift ab 40 m³.
Eine Halle mit 120 m³ Inhalt kommt damit im Tagfenster auf 3.840 €. Soll dieselbe Halle am Wochenende leer werden, rechnet der Satz von 39 € je Kubikmeter, also 4.680 €. Die dritte Spalte liegt damit 840 € höher als die erste, und genau diese Zahl ist bei einer Rückgabe oft die eigentliche Entscheidung.
Das Randfenster trägt bei einer Rückgabe die Abschnitte, bei denen tagsüber noch Material geholt wird. Das Wochenendfenster trägt den Rest: Wenn die Halle am Montag besichtigt wird, muss sie am Sonntag leer sein, und dafür gibt es die dritte Spalte.
Regale, Paletten und was verschraubt ist
Ein Palettenregal kommt zerlegt heraus, nicht am Stück. Riegel aushängen, Rahmen lösen, Fußplatten abschrauben, und dann ist aus einer Regalzeile ein Stapel Stahl geworden, der auf die Ladefläche passt. Das ist Handarbeit und der Teil, der bei einer Hallenräumung am längsten dauert.
Was ohne Eingriff in die Bausubstanz lösbar ist, lösen wir: verdübelte Fußplatten, aufgeschraubte Arbeitstische, freistehende Trennwände, Hängeschienen. Wo ein Einbau tragend ist oder ein Durchbruch nötig wäre, hört unsere Arbeit auf, und das sagen wir beim Rundgang und nicht am Termin.
Für diese Abschnitte rechnen wir nach Besetzung, weil die Menge wenig und der Aufwand viel ist. Welche Besetzung ansetzt, steht mit ihrem Betrag je Fenster in der Tafel, und sie steht auch im Angebot, damit Sie die Posten auseinanderhalten können.
Was bei einer Rückgabe regelmäßig anfällt
- Palettenregale und Fachbodenregale, zerlegt und abtransportiert.
- Arbeitstische, Werkbänke und freistehende Trennwände.
- Restmaterial auf Paletten, Leergut und Verpackungen.
- Büromöbel aus den Räumen neben der Halle.
- Das Archiv, also laufende Meter Akten in Regalen.
Der Aktenbestand geht nicht in den Container
Jede Gewerbefläche mit Verwaltung hat ein Archiv, und bei einer Rückgabe ist es der Posten, der am längsten liegen bleibt, weil niemand gern darüber entscheidet. Gerechnet wird nach laufenden Metern Regal. Die Vernichtung kostet im Tagfenster 19 €, im Randfenster 21 €.
Ein Archiv mit 18 laufenden Metern kommt im Tagfenster damit auf 342 €. Soll dasselbe Archiv nach Feierabend abgewickelt werden, rechnet der Randfenstersatz, also 378 €. Die beiden Spalten liegen 36 € auseinander.
Vernichtet wird über einen Entsorger, und Sie bekommen den Vernichtungsnachweis. Was aufbewahrt werden soll, wird stattdessen in Aktenkartons umgepackt und fortlaufend nummeriert, damit der Bestand vom ersten bis zum letzten Meter nachvollziehbar bleibt. Soll er für eine Zeit aus dem Weg, kann er bei uns eingelagert und auf Abruf zugestellt werden.